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Wie entstehen Preise für Kunst?

  • Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Kunstwerke so teuer sind und andere zu Schleuderpreisen fast verschenkt werden?
  • Wer bestimmt den Preis für Kunstwerke?
  • Und was ist eigentlich ein Künstlerfaktor?

 

Diesen Blogpost habe ich im Januar 2019 veröffentlicht und am 28. August 2021 überarbeitet. 

Wie entstehen Preise für Kunst? Im Foto Galeristin Susanne Höhne mit Gemälde

Wieso ich mich nicht an alle Regeln des Kunstmarktes halte

Ich bin Susanne Höhne und ich bin Self-Made-Galeristin. Seit 2016 führe ich eine Kunstgalerie, die so offen ist, dass sich jeder reintrauen kann. In der Kunstszene bin ich Quereinsteigerin.

Eine meiner ersten Herausforderungen war es, die Preise für die Kunstwerke in der Galerie festzulegen.

Darum habe ich mich intensiv mit der Preisbildung für Kunst beschäftigt. 

 

Hier schreibe ich meine eigenen Recherche-Erkenntnisse und warum ich mich nicht so genau an die Regeln des Kunstmarktes halte. 


Große Kunst-Auktionshäuser erzielen Preise in astronomischen Höhen

Schon seit einigen Jahren steigen die Preise auf dem Kunstmarkt in den Auktionshäusern Christie´s und Sotheby´s in unfassbare Höhen. Die Käufer und Käuferinnen sammeln Kunst. Sie kommen nicht nur aus Europa und Amerika, sondern verstärkt aus Asien, dem mittleren Osten und Russland. Es gibt eine wachsende Zahl an Millionär:innen, die sich für Kunst begeistern.

 

Ob sie die Schönheit schätzen? 

Ich vermute schon, denn es geht nicht allen einzig darum, den Wert des Geldes zu vermehren, obschon die Wertsteigerung eine große Rolle spielt. Transport, Lagerung und Versicherung für die teuren Objekte verschlingen zusätzlich große Summen. Für einige der millionenschweren Käufer ist es ein Statussymbol. Sie zeigen, was sie haben und können.

 

 

Gleichzeitig findest du Kunstwerke für wenig Geld

Auf der anderen Seite gibt es jede Menge Online-Shops, man kann Kunst auf Flohmärkten, Ebay-Kleinanzeigen oder Etsy zu sehr günstigen Preisen kaufen. Darunter auch selbst Geschaffenes von Hobby-Künstler:innen und Erbstücke von Omas Wand. 

 

Wie entstehen die Preise in einer Kunstgalerie?

Als Faustregel gilt

Ein Original ist teurer als ein Kunstdruck. Bei Kunstdrucken wird unterschieden, ob es ein Digitaldruck, ein Siebdruck, eine Radierung, Holz- oder Linolschnitt ist. Ein großes Werk kostet mehr als ein kleines. Die verwendeten Materialien und die Technik beeinflussen ebenfalls den Preis. 

 

Der wichtigste Faktor sind die Künstler:innen selbst

Ein unbekannter Künstler oder Künstlerin ist günstiger als ein großer Star der Szene. Falls du dich für Kunst als Wertanlage interessierst, bist du bei Galerien gut aufgehoben, die bekannte Namen vertreten. Wenn es dir vor Allem um die Wirkung des Bildes selbst geht, kannst du dich auch unter den unbekannteren Künstler:innen umsehen und eine große Vielfalt entdecken. 

 

Kunstpreisformel

Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf diese Berechnungsformel gestoßen. Sie gilt für bildende Kunst der Gegenwart und ist im Prinzip ganz einfach:

  • (Länge in cm + Breite in cm) * Künstlerfaktor = Verkaufspreis in EUR

 

Klingt einfach, aber was ist der Künstlerfaktor?

Im Euro-Währungsraum startet man zum Einstieg mit einem Künstlerfaktor zwischen 5 und 10, manche beginnen auch mit Faktor 3. Nach oben gibt es keine Grenzen, da ist fast alles möglich.  

 

Hier ein Beispiel:

 

Ein Bild 100cm*100cm groß, das ergibt Länge + Breite = 200

  • Künstler A startet mit Faktor 5: 200*5 = 1000€
  • Künstler B hat Faktor 10: 200*10 = 2000€

 

Das Bild ist 40cm*50cm, Länge + Breite = 90

  • Künstler A mit Faktor 5: 90*5 = 450€
  • Künstler B mit Faktor 10: 90*10 = 900€

 

Die Formel regelt den Preis abhängig von der Größe des Bildes und dem  Künstlerfaktor
Zwei Gemälde von Adam, Künstlerfaktor 11: links 80cm*95cm, 1.950 € , rechts: 100cm*150cm, 2.750 €

Übrigens startete Gerhard Richter, der wohl aktuell am teuersten gehandelte lebende Künstler aus Europa - 2015 wurde eines seiner Werke für 41 Millionen EUR versteigert - mit einem sehr niedrigen Faktor um die 4 , damals noch in der Währung Deutsche Mark DM, später lag er immerhin bei 10.

Ihm war es wichtig, dass sein Bilder verkauft werden und unter die Menschen kommen. (Quelle DIE ZEIT Nr. 48/2012 vom 22.11.2012)

Die Regeln des Kunstmarktes

Kunst ist kein Gebrauchsgegenstand und kein profanes Produkt aus dem Supermarktregal. Darum gelten im Kunstmarkt spezielle Regeln.

  • Der Faktor eines Künstlers und damit der Preis für seine Kunstwerke darf nie sinken, es gibt nur eine Richtung: nach oben.  
  • Keine Rabatte, Ausverkäufe oder Schnäppchen: Mit der einzigen Ausnahme - Kunden, die gleich mehrere Werke kaufen oder der Galerie als Kunstsammler gut bekannt sind, können einen Rabatt von maximal 10% bekommen.
  • Preise werden nicht offen gezeigt: Angeblich lenkt das vom Kunstwerk ab, deshalb sollen Preise erfragt werden.
  • Eine Galeristin oder ein Künstler, der sich nicht an die Regeln hält, zeigt mangelnden Kunstverstand und wird in der Kunstszene nicht weit kommen.  

 

Anders als normalerweise in der Wirtschaft sollen im Kunstmarkt nicht nur Angebot und Nachfrage bestimmen:

Der Preis definiert sich vor allem durch die Person, ihre Ausbildung, ihre bisherigen Ausstellungen, Auszeichnungen und von welcher Galerie sie vertreten bzw. wo ihre Kunstwerke erhältlich sind - kurz gesagt: durch Beliebtheit und Erfolg. Der Faktor steigt, wenn die Person erfahrener sind und ihre Werke gut verkauft.

 

Es gibt noch viele weitere Einflüsse auf den Faktor. Das ist Teil meines Trainings extra für Künstler:innen. 

 

Meine Schlussfolgerung daraus: Natürlich spielt die Nachfrage eine große Rolle. An dieser Stelle konnte ich die Regeln und die Begründung nicht mehr nachvollziehen. 

  

 

In meiner Galerie halte ich mich nicht an alle Regeln

Wie ich meine Preise mache

Ein großer Vorteil der eigenen Galerie - hier darf ich bestimmen.

Meine Preise stimme ich mit meinen Künstler:innen ab. Dabei denke ich daran, dass diese ihre Arbeit angemessen vergütet bekommen möchten und gleichzeitig, dass es sich ein “normaler” Mensch leisten können soll. 

 

Ob die Kunstschaffenden studiert haben oder sich als Autodidakt alles selbst angeeignet haben, ob alt oder jung, weiblich oder männlich, ob er hauptberuflich oder intensiv nebenberuflich die Werke erschaffen werden, das alles spielt für mich keine Rolle, denn das kannst du dem Kunstwerk nicht unbedingt ansehen. 

Wohl aber, wie viel Energie und Hingabe im Kunstwerk steckt und vor allem, welche Gefühle es in dir auslöst. 

 

Die Preise von anderen Galerien und Online-Portalen habe ich gar nicht weiter einbezogen, das fand ich einfach viel zu unübersichtlich. Statt dessen lasse ich gesunden Menschenverstand und mein Bauchgefühl sprechen.

 

Neben der Größe des Bildes berücksichtige ich ebenfalls den Aufwand.

Zum Beispiel habe ich von Künstler Adam drei Gemälde in der gleichen Größe. Das Bild “Lady Leonids Meteor” ist in einer aufwendigeren Technik gemalt. Der Künstler braucht dafür viel mehr Zeit. Darum hat das Bild bei gleicher Größe einen höheren Preis. So habe ich mit dem Künstler zusammen diese Lösung gefunden. 

 

Der Preis zeigt deine Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Künstlerinnen und Künstler, die viele Stunden Übung, Kreativität und Herzblut hineinstecken.

 

"Eskimo" - Gemälde von Adam, 100cm*150cm
"Eskimo" - Gemälde von Adam, 100cm*150cm, 2.750€
"Lady Leonids Meteor" - Gemälde von Adam, 100cm*150cm, 3.250€ , der Preis ist bei gleicher Größe höher - wegen der aufwendigen Technik
"Lady Leonids Meteor" - Gemälde von Adam, 100cm*150cm, 3.250€ , der Preis ist bei gleicher Größe höher - wegen der aufwendigen Technik

Kunstsammler:innen können entscheidend den Markt bestimmen

Sehr interessant ist dieses Phänomen:

Beginnt ein bekannter Kunstsammler die Werke einer bisher unbekannten Künstlerin zu kaufen, dann steigt der Faktor der Künstlerin ziemlich schnell. So kann ein Sammler den Markt entscheidend beeinflussen: Er kauft, und dadurch wird es wertvoll. Toll für die jeweiligen Künstler:innen, Kunstsammler:innen, die Wertgutachtenden und die Galerien, denn sie verdienen alle daran mit.

 

Museen und staatliche Einrichtungen sind ebenfalls in diesen Geschäften verbandelt. Denn "gehypte" Künstler:innen müssen letztendlich durch eine öffentliche Ausstellung geadelt werden, um ihren Wert zu legitimieren. Die Presse und die normalen Ausstellungsbesucher:innen werden über viele Verbindungen und Geldflüsse im Unklaren gelassen.

 

Der Kunstmarkt ist ein Markt, der sich oftmals mit Absicht bedeckt und elitär hält. Viele Kunstwerke schlummern in Bunkern und Tresoren, bevor sie irgendwann wieder auf einer Auktion auftauchen oder ausgestellt werden. Hier geht es knallhart um Angebot und Nachfrage, um Profit. Auch der Schwarzmarkt, Geldwäsche (Quelle: FAZ, aktualisiert am 14.04.2017) und Steuersparmodelle spielen eine Rolle.

Für viele gilt: "Gute Kunst muss teuer sein." (Quelle: Die Welt, Kultur, veröffentlicht am 22.11.2018

 

Der hochpreisige Kunstmarkt ist lukrativ für die Mitwirkenden, aber die meisten kommen gar nicht erst rein:

  • Künstler:innen, Kunstinteressierte und Galerien haben gleichermaßen Probleme, diese Hürde zu überwinden
  • Für den Eintritt braucht man Geld, gute Beziehungen oder eine riesige Portion Glück - am besten alles zusammen

Was möchten die Künstler:innen?

Künstler:innen haben eigene Ziele:

Sie möchten mit ihrer Kunst die Welt bewegen, Probleme beleuchten und die Menschen zum Denken und Fühlen anregen. Geld verdienen steht oft nicht an erster Stelle. Es geht um die Kunst selbst und um den inneren Antrieb, das Warum. Es ist eine Botschaft, die zu den Menschen soll. 

 

Künstler:innen wünschen sich die meisten Wertschätzung für ihre Arbeit:

Das kann natürlich der Verkauf der Werke sein, aber auch das Feedback der Betrachter:innen, Ausstellungen und Auszeichnungen. 

 

Viele wünschen sich, von ihrer Kunst leben zu können.

Künstler:innen möchten sich nicht verbiegen. Sie möchten machen, was sie in sich spüren und nicht, was der Kunstmarkt begehrt. Nur so können sie unabhängig arbeiten. 

 

Leider finden viele nicht gleich den richtigen Weg, von ihrer Kunst zu leben und gleichzeitig unabhängig zu sein. Oft suchen sie sich einen anderen Job und können sich nur in der Freizeit ihrer Kunst widmen. 

 

Extra-Tipp für Künstler:innen

 

Künstler:innen haben häufig Schwierigkeiten, einen passenden Preis für ihre Werke zu finden. Gerade für die eigene Arbeit fällt es besonders schwer. Ein weiteres Problem: Einsteiger, selbst wenn sie mit dem vermeintlich niedrigen Faktor 5 starten, haben es oft schwer, überhaupt einen Käufer zu finden.

 

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du als Künstler:in deine Preise festlegen kannst, welcher Faktor der Passende für dich ist und worauf es noch ankommt, dann schau gern mal in mein Trainingsangebot. Dort gibt es ein ganzes Modul rund um das Thema Preisfindung 

40% aller Galerien wirtschaften unrentabel

Das Buch “Management von Kunstgalerien” habe ich vor meiner Gründung nahezu verschlungen. Hier untersucht Autor Magnus Resch -  Galeriegründer und promovierter Ökonom -  den Kunstmarkt und legt die Zahlen auf den Tisch.

 

Das überraschende Ergebnis:

Fast 40% aller Galerien arbeiten überhaupt nicht wirtschaftlich, sondern fahren Verluste ein. Viele müssen nach wenigen Jahren wieder schließen. Die Kunstgalerien, die es geschafft haben, schweigen sich über Preise gern aus. 

 

Seine Meinung:

Die wichtigen Akteure im Kunstmarkt machen alles dafür, das System möglichst undurchsichtig zu halten. Transparenz würde die Preise verderben, aber sie verdienen gut an den hohen Beträgen. Die meisten Galerien setzen einzig auf erfahrene Kunstsammler: Mit dieser Zielgruppe wird das große Geld verdient.  

Deshalb spricht er sich für viel mehr Transparenz aus. Er möchte der Kunstszene den elitären Anspruch nehmen und Kunst für viel mehr Menschen zugänglich machen.

 

Magnus Resch beschreibt, dass der Kunstmarkt trotz der speziellen Regeln nach den bekannten Prinzipien der Marktwirtschaft funktioniert. Darum regt er an, die ganze Bandbreite des Marketing zu nutzen. Er schlägt sogar vor, Rabattaktionen und Ausverkäufe anzubieten. Mit seinen Ideen möchte er interessierte Kunsteinsteiger ansprechen und Kunst und Menschen näher zusammenzubringen. 

 

So kann hoffentlich die Vielfalt der Künstler und Galerien wachsen, damit nicht nur für den Geschmack weniger reicher Sammler Kunst “produziert” wird. Seine Vorschläge finde ich klasse, denn sie passen gut zur Idee meiner Kunstgalerie, die offen für alle ist.  

Zurück zum Künstlerfaktor

Ich habe mal für ein paar Werke den Faktor in meiner Galerie ausgerechnet: Der höchste ist 12, der niedrigste unter 5. Dabei sind unter meinen Künstlerinnen und Künstlern viele, die Kunst studiert haben und sehr erfahrene Autodidakt:innen. 

 

Bin ich zu günstig?

Ich finde: Nein. Diese erschwinglichen Preise passen am besten zu meiner Vision: Menschen für Kunst begeistern und Künstlern helfen, erfolgreich zu sein. 

 

Bei mir sind die Preise offen zugänglich:

Sie hängen mit am Gemälde in der Galerie, dort aber versteckt, so dass sie den Kunstgenuss nicht sofort schmälern. Mir selber geht es in Geschäften auch so. Erst möchte ich den Preis wissen, bevor ich ernsthaft in Betracht ziehe, mich in ein Stück zu verlieben. 

 

Rabatt in der Kunstgalerie? 

Ich gebe generell keine Rabatte. Denn ich finde, der vereinbarte Preis ist wohlüberlegt und sollte es dem Käufer wert sein. Darin sehe ich die Wertschätzung der Arbeit. Tatsächlich möchten einige Kund:innen die Preise noch weiter runterhandeln. Ich frage mich dann, ob sie das auch in einem normalen Geschäft machen würden? Ob sie ein so erstandenes Kunstwerk mit gutem Gewissen täglich an der Wand sehen und genießen können? 

Über dieses Thema habe ich einen eigenen Blogartikel geschrieben:

Rabatt in der Kunstgalerie? Warum ich keine Rabatte mehr gebe 

Meine Filmtipps zum Thema

Die Kunst der Fälschung

Die Doku "Die Kunst der Fälschung" zeigt, wie Wolfgang Beltracchi den Kunstmarkt ad absurdum geführt hat. Hier lernt man, wie verschiedene Parteien vom Betrug profitiert haben und wie der Markt der schönen Künste funktioniert. 

Herb & Dorothy

Die Doku „Herb & Dorothy“ (leider nur in Englisch) handelt von einem Ehepaar, er Postbote, sie Bibliothekarin, mit durchschnittlichen Einkommen. Die Vogels leben in New York und haben ihr Leben lang Kunst gesammelt und so  eine der wichtigsten Privatsammlungen aufgebaut.

Möchtest du jetzt dein Kunstwerk finden?

Wunderbar! Dann fang am besten gleich an. 

Dazu empfehle ich, dir viel anzuschauen, um deine eigenen Vorlieben zu entdecken. Wenn dir eine Richtung gut gefällt, finde so viel wie möglich darüber raus. Meine Blogartikel helfen dir dabei: 

Bist du Künstler:in und möchtest mit deiner Kunst Geld verdienen?

 

Dann hilft dir mein Training "Die Kunst, deine Kunst online zu verkaufen". 

 

Wenn du kreativ arbeitest, mit deiner Kunst raus zu den Menschen  möchtest und Spaß am Internet hast, dann ist das Training das Richtige für dich:


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Kommentare: 12
  • #1

    Falk (Montag, 28 Januar 2019 09:04)

    Schöner Artikel!
    Man spürt die innere Leidenschaft der Galeristin.
    Ich finde eine Anekdote von Matisse sehr schön und passend hierzu:
    Als er seine Madonna von Vence gemalt hat, wurde er von einem Reporter gefragt, wie lange er denn für dieses (wohl sehr teure) Bild gebraucht habe. Er soll geantwortet haben: "84 Jahre".
    Bild hier: https://pds.exblog.jp/pds/1/201408/19/64/f0234864_9432428.jpg

  • #2

    Susanne Höhne von Beuteltier Art (Montag, 28 Januar 2019 23:37)

    Hallo Falk, danke für das Lob. Das Beispiel dazu ist sehr schön.

  • #3

    Robert (Mittwoch, 12 August 2020)

    Sehr schön geschriebener Text der besonders Einsteigern einen guten Einblick gibt.

  • #4

    Rene Klotzer (Dienstag, 08 September 2020 04:02)

    Hall Susanne,
    das ist ein sehr schoenr Artikel der wunderbar die Problematik der Preisfindung wiedergibt.
    Ich bin ein deutscher Kuenstler der seit 10 Jahren in Malaysia lebt und habe als Autodidakt doch recht grosse Probleme irgendwie ernst genommen zu werden. Ich liebe was ich mache und ich male meine Bilder mit tiefster Ueberzuegung. Mit KF 3 denke ich dass meine Bilder nicht zu teuer sind, jedoch evt. zu viel fuer einen unbekannten Kuenstler wie mich oder fuer den recht kleinen Kunstmarkt hier in Malaysia. Mit Einbezug der Materialkosten und der Arbeit sehe ich meine Preise als fair an, dennoch verkaufe ich nur sehr schleppend Bilder, insbesondere waehrend der momentanen Covid Krise. Naja, so ist das nun einmal wenn man sich der Kunst verschrieben hat ;-)
    Vielen Dank fuer deinen erfrischenden und motivierenden Artikel.
    Liebe Gruesse nach Deutschland

    Rene

  • #5

    Markus Freise (Freitag, 09 Oktober 2020 09:26)

    Danke für den aufhellenden und offenen Beitrag auf den ich gestoßen bin, als ich über die Preisfindung für meine Aquarelle gestoßen bin.

    Gruß ins wunderschöne Leipzig

  • #6

    Andre (Freitag, 15 Januar 2021 18:25)

    Hallo Susanne,
    sehr aufschlussreicher Einblick in die Kunstszene!
    Liebäugle gerade mit der Anschaffung eines Siebdruckes 60x80., signiert und nummeriert. Soll allerdings 1.250€ kosten. Ist das zu viel?

    viele Grüße aus Wiesbaden!

  • #7

    Susanne von Beuteltier Art (Mittwoch, 20 Januar 2021 23:46)

    Hallo André,

    ob das zu viel ist oder vielleicht sogar ein Superpreis, das ist nicht pauschal zu beantworten.
    Für den Preis spielt der Künstlerfaktor der Künstlerin oder des Künstler eine Rolle - das hängt ganz mit der jeweiligen Geschichte, den bisherigen Ausstellungen und Erfolgen zusammen. Dazu kommt, wann der Druck entstanden ist und wie hoch die Auflage ist.
    Du siehst, es es sind sehr viele Faktoren, die das beeinflussen. Lass dich doch einfach in der jeweiligen Galerie beraten oder schau, was es sonst von diesem Künstler gibt, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Am Allerwichtigsten ist, dass dir der Druck gefällt und er dir das Geld wert ist.
    Ich hoffe, das hilft Dir, ganz viel Freude bei der Kunstauswahl, Susanne

  • #8

    Kathi (Freitag, 12 Februar 2021 08:47)

    Hallo Susanne,

    Danke für den tollen Beitrag! :)
    Ich bin fast zufällig darauf gestoßen, weil ich mir gerade genau über dieses Thema Gedanken mache und versuche einen kleinen Beitrag dazu für meine Facebook zu schreiben.

    Ich nenne mich erst seit kurzem Hobbykünstlerin und habe seit Oktober letztes Jahr schon sieben Bilder verkauft. *freu*
    Dazu muss man allerdings sagen ich rechne mit Künstlerfaktor 1, dass spiegelt im Preis meistens nicht die Arbeit wieder die ich mit dem ein oder anderen Bild hatte.

    Aber für mich ist es "nur" Farbe auf einer Leinwand, die ich etwas in Form gebracht habe.
    Ich möchte das sich auch "Geringverdiener" schöne Kunst leisten können.

    Aktuell freue ich mich mehr daran, dass die Bilder zu Menschen kommen die sie toll finden, als dass ich einen Preis erziele der die darin steckende Arbeit widerspiegelt.
    Die Materialkosten sind gedeckt und ich hab ein nettes Taschengeld.
    (nur über den Stundenlohn darf man nicht nachdenken. ;) )

    Aber so konnte ich letzte Woche einer Rentnerin noch eine schöne Freude machen und das schenkt mir am ende Freude an meiner Arbeit.

    Also nochmal vielen Dank für den gut geschriebenen Beitrag.

    Ganz liebe Grüße

    Kathi

  • #9

    Carolin (Mittwoch, 24 März 2021 10:35)

    Der Artikel hat mir sehr gefallen!

  • #10

    Susanne von Beuteltier Art (Mittwoch, 24 März 2021 11:01)

    Dankeschön Carolin :)

  • #11

    Martin (Freitag, 10 September 2021 22:31)

    Interessanter Beitrag, nehmen Sie in Ihrer Galerie auch Kunst von anderen auf, sofern ja, wie könnte man sich bei Ihnen bewerben?

  • #12

    Susanne von Beuteltier Art (Montag, 20 September 2021 10:12)

    Hallo Martin, dankeschön!
    In meiner Galerie vertrete ich ausschließlich andere Künstler:innen :) Allerdings bin ich gerade komplett ausgelastet und nehme keine weiteren auf.
    Wenn Du wissen möchtest, wie Du Dich am besten bei Galerien vorstellen kannst, schau gern in meinen Blog: https://www.beuteltier-art.de/blog/blog-f%C3%BCr-k%C3%BCnstler-innen/

    Mit herzlichen Grüßen, Susanne Höhne