Die Story zu BeuteltierART

Antworten auf häufige Fragen

Ein kleines Interview mit mir, Susanne Höhne, über mein großes Projekt BeuteltierART

Sind die Bilder von Dir?

Nein, ich zeichne und male eher selten. Einige der Möbel restauriere ich selbst, und der Rahmungsservice ist ebenfalls ein Handwerk, dass ich ausführe.  

Meine größte Kunst ist es, dass Du Dich in der Galerie wohlfühlst.

Susanne Höhne
Susanne Höhne


Woher kommen die Kunstwerke?

Die Werke stammen von verschiedenen Künstlern. Dabei steht das Ergebnis im Vordergrund, nicht der Lebenslauf. Bei mir haben auch Autodidakten eine Chance.

 

Ich wähle die Werke danach aus, ob sie mich berühren. Würde ich sie bei mir zu Hause haben wollen? 

Aus der Region Leipzig:

"Meine" Künstler stammen teils aus Leipzig, wie André Martini, Stefan Frank und Kati Becher, teils aus der Region, wie Hartwig Dilling, Federica Rampf und Dorit Kempe.  


Künstler Sanit, sein Werk und ich in Chiang Mai
Künstler Sanit, sein Werk und ich in Chiang Mai

Und aus der ganzen Welt:

Einige der Möbel sowie die Upcycling-Schränkchen und Leuchten von NI Design stammen aus den Niederlanden.

 

Viele der Bilder haben einen weiten Weg hinter sich. Auf meinen Reisen, die mich besonders oft nach Asien führen, halte ich stets Ausschau nach interessanten Sachen.

 

Daher gibt es bei BeuteltierART viele Kunstwerke aus Thailand und Vietnam.

Doch keine Sorge, dahinter stecken immer echte Menschen, die in Ihren Ateliers ihre Kunst betreiben, genauso wie die Künstler hier auch.



Hast Du schon immer was mit Kunst gemacht?

Nein, ich bin ein richtiger Quereinsteiger. Studiert habe ich (übrigens jeweils mit erfolgreichem Abschluß) Druck- und Verpackungstechnik, und später Betriebswirtschaftslehre. 

 

Meine über 10jährigen beruflichen Erfahrungen als Angestellte lagen im Bereich Qualitäts-, Prozess- und Projektmanagement. 

All diese Erfahrungen helfen mir als Gründerin sehr.

Denn jetzt muss ich allein die Kunstwerke aussuchen, Einkauf, Verkauf, Buchhaltung, Marketing und alles drumerhum erledigen.

 

Eine große Unterstützung sind dabei meine Familie und Freunde, besonders mein Lieblingsmann hilft mir sehr viel. 



Wieso hast Du gerade eine Kunstgalerie aufgemacht?

Die analytischen Jobs fielen mir zwar leicht, machten mich aber nicht glücklich. Der endgültige Auslöser war ein beruflicher Rückschlag: Mir wurde aus heiterem Himmel gekündigt. Der Grund dafür war schlichtweg eine Fehlplanung des Unternehmens.

 

 

Erstmal hat mich die Situation wie ein Blitz getroffen, ich war ziemlich deprimiert. Doch dann begriff ich, dass ich sowieso nicht wirklich glücklich mit dem Job war.

 

Ich rappelte mich auf und nutzte die Zeit, um in mich zu gehen, und darüber nachzudenken, was ich wirklich machen will. 

 

Gerade zu dieser Zeit reiste ich mit meinem Mann zu einem Kurzurlaub nach Holland. Wir genossen die Zeit, die vielen schönen Antiquariate, wilden Trödelmärkte, bunten Galerien und viele interessante, offene Menschen.


Dann kam die Erkenntnis, dass mir eben diese künstlerische Seite bisher in meinem Leben gefehlt hat.

Das Ladenteam
Das Ladenteam

Zur Schulzeit war ich richtig Kunst begeistert, konnte gut zeichnen, singen, Klavier spielen. Einen Berufsweg in dieser Richtung habe ich mir damals nicht zugetraut, so gut bin ich ja dann doch nicht, dachte ich, und nur die Wenigsten schaffen es, mit ihrer Kunst erfolgreich zu sein.

 

Das es auch andere Wege gibt, kam mir nicht in den Sinn. Lieber erstmal was Sicheres machen. Im Job-Alltag dann habe ich all das aufgegeben, es gab einfach nie genug Zeit.


Leider wagte ich mich selten in Kunstgalerien, obwohl sie mich faszinierten, verunsicherten sie mich auch.

Ich hab ja keine Ahnung von Kunst, dachte ich, und auch nicht genug Geld, um sowas zu kaufen. So blieb es beim jährlichen Rundgang durch die HGB Leipzig.   

 

 

Durch die Reise in den Niederlanden fiel mir wieder ein, wir zwanglos und angenehm die Besuche in den Galerien und Ateliers in Thailand waren, die wir über die Jahre zuvor besucht hatten.

 

Mein Mann und ich hatten sogar begonnen, die ersten richtigen Kunstwerke zu importieren, um sie in unserer Wohnung aufzuhängen.


Da war die Idee da, diese besondere Galerie aufzumachen, in die sich jeder reintrauen kann und die erschwingliche und schöne Kunst anbietet.

Ideale Voraussetzung dafür: Ich halte mich nicht an die Regeln des konventionellen Kunstmarktes.

 

Die "normalen" Galerien haben ihre eigene Kundschaft, erfahrene Kunstsammler mit dem nötigen Großgeld. Diese werden sich vermutlich selten zu mir verirren, aber das ist vollkommen OK.  

Um den Menschen die Hemmungen zu nehmen, ist die Galerie wie ein Laden eingerichtet. Es gibt auch Kleinigkeiten zu kaufen. 

 

Die Galerie ist zudem ein idealer Ort für Kultur.

Es finden regelmäßig Lesungen und Konzerte statt, Workshops und Diskussionsrunden sind in Planung. 


Meine Kunden sind begeistert von meinem Konzept, sogar Kunsthistoriker und Künstler loben es.

Die Selbständigkeit macht mir riesigen Spaß:

Vielseitige Aufgaben, eigene Veranstaltungen planen und jede Menge Kunst.

 

Ganz nebenbei lerne ich viele interessante Menschen mit bunten Lebensläufen kennen.

Einziges Problem:

 

Als eigene Chefin muss ich mir hin und wieder selbst in den A... treten. Auch da hilft mir mein Mann gern.  



Woher kommt der Name BeuteltierART?

Um ehrlich zu sein, eine Bierlaune. Mein Mann, unser Freund Olli und ich sinnierten über den perfekten Namen. Als Fan der Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling kamen wir auf BeuteltierART.  

 

Das Beuteltier ist super einprägsam und echt sympathisch. Zudem ist das Känguru aus dem Buch frech und bricht gern die Regeln, ein bißchen wie ich mit meiner Galerie. 

Siebdruck "Welt der Beuteltiere", extra von André Martini für die Galerie entworfen
Siebdruck "Welt der Beuteltiere", extra von André Martini für die Galerie entworfen